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	<title>Kommentare zu: Die feinen Unterschiede #7: Stell dir vor es ist EM und alles bleibt normal</title>
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		<title>Von: chris</title>
		<link>http://schreibstoff.com/globus/die-feinen-unterschiede-7-stell-dir-vor-es-ist-em-und-alles-bleibt-normal/#comment-46</link>
		<dc:creator>chris</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Jun 2012 09:41:33 +0000</pubDate>
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		<description>&quot;Da hier Nationalismus jeder Art unter denkenden Menschen sowieso nicht besonders angesagt ist, macht mir das Thema also wenig Sorgen.&quot;


Klar ist Nationalismus bei denkenden Menschen nicht besonders angesagt. Aber das ist er eigentlich schon ein Jahrhundert nicht mehr, spätestens aber nach &#039;45. Daran wird sich so schnell auch nichts ändern, hoffe ich. Und ich sag ja auch nicht, dass wir kurz vor einem nationalistischen Putschversuch, oder ähnlichem stehen. 
Ich will nur sagen, dass es auf der einen Seite furchtbar unnötig und nervig ist, in Kopf-bis-Fuß-Beflaggung Fußball gucken zu gehen. Und dass eben auf der anderen Seite doch aufgepasst werden sollte, dass aus den dauernden &quot;Deutschland!&quot;- und &quot;Sieg!&quot;-Rufen nicht doch mal wieder mehr wird.

Zudem finde ich es ärgerlich, dass durch die Fußballturniere der letzten Jahre scheinbar eine Nation wieder zu sich selbst gefunden hat. Klar war das Verhältnis vieler Deutscher zu ihrem Land lange ziemlich verkrampft. Während andere immer und offen ihren Patriotismus zeigten, war dies in Deutschland ein ziemliches No-Go und alles war immer begleitet von der Frage, ob man dies nun so sagen, oder machen dürfe. Klar war das teils anstrengend, teils lächerlich. 
Auf der anderen Seite sorgte dieser ständige Diskurs aber auch dafür, dass das Thema Patriotismus und Nationalstolz  in den Köpfen vieler Deutscher überhaupt keine Rolle spielte. Es war ihnen einfach herzlich egal. Und das war gut so. Denn wieso um alles in der Welt sollten wir über den Fußball jetzt wieder mit so etwas unnötigem wie Patriotismus anfangen, wo wir da doch echt schon drüber hinweg waren? 

Statt sich zu beschweren, dass alle anderen Nationen außer der eigenen so stolz auf sich selbst sein und dies auch zeigen durften, wie sie wollten, sollte man doch froh sein, dass ein derartiges &#039;Gefühl&#039; bei uns so wunderbar wenig Bedeutung hat und wir scheinbar als eines von wenigen Ländern, so unnützes Zeug überwunden haben. Warum also nun wieder darein zurück fallen?


&quot;Deutschland minus Nationalstolz gleich Schland.&quot;

&quot;Ich sehe also in der Wortdegeneration durchaus etwas Suff, aber keinerlei patriotischen Nationalstolz, eigentlich noch nicht mal Stolz.&quot;


Doch, den sehe ich auf jeden Fall darin. Nur mal ein Beispiel, aus einem Kommentar, den dieser Text auf Freitag.de bekam:

&quot;Wenn jetzt noch der Himmel aufklart , die deutschen Fahnen sich im seichten Wind hin und her wehen , 35 Grad auf dem Thermometer steht - dann ab nach draußen .

Ab zu den Leuten - ab auf den Bus .

Für Deutschland und für die Idee die Fahne in den Wind zu halten . 

Schön wieder hier zu sein in meinem /unserem geilen Schland .

Der geilsten Republik, die wir je hatten.&quot;

Das ist Nationalstolz auf Fanmeilen-Niveau. Daher würde ich auch deine Gleichung verändern: Nationalstolz plus Suff gleich Schland.

Noch ist das ganze aushaltbar, da das Wort und sein Gefühl wohl nach dem Turnier wieder mit den Fähnchen und dem Deutschland-Iro auf dem Speicher landen wird. Aber sicher ist auch, dass all das 2014 bei der WM wieder am Start sein wird. Und dann noch viel selbstverständlicher als heute. An seiner Unnötigkeit hat es aber auch bis dahin nichts eingebüßt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Da hier Nationalismus jeder Art unter denkenden Menschen sowieso nicht besonders angesagt ist, macht mir das Thema also wenig Sorgen.&#8221;</p>
<p>Klar ist Nationalismus bei denkenden Menschen nicht besonders angesagt. Aber das ist er eigentlich schon ein Jahrhundert nicht mehr, spätestens aber nach &#8217;45. Daran wird sich so schnell auch nichts ändern, hoffe ich. Und ich sag ja auch nicht, dass wir kurz vor einem nationalistischen Putschversuch, oder ähnlichem stehen.<br />
Ich will nur sagen, dass es auf der einen Seite furchtbar unnötig und nervig ist, in Kopf-bis-Fuß-Beflaggung Fußball gucken zu gehen. Und dass eben auf der anderen Seite doch aufgepasst werden sollte, dass aus den dauernden &#8220;Deutschland!&#8221;- und &#8220;Sieg!&#8221;-Rufen nicht doch mal wieder mehr wird.</p>
<p>Zudem finde ich es ärgerlich, dass durch die Fußballturniere der letzten Jahre scheinbar eine Nation wieder zu sich selbst gefunden hat. Klar war das Verhältnis vieler Deutscher zu ihrem Land lange ziemlich verkrampft. Während andere immer und offen ihren Patriotismus zeigten, war dies in Deutschland ein ziemliches No-Go und alles war immer begleitet von der Frage, ob man dies nun so sagen, oder machen dürfe. Klar war das teils anstrengend, teils lächerlich.<br />
Auf der anderen Seite sorgte dieser ständige Diskurs aber auch dafür, dass das Thema Patriotismus und Nationalstolz  in den Köpfen vieler Deutscher überhaupt keine Rolle spielte. Es war ihnen einfach herzlich egal. Und das war gut so. Denn wieso um alles in der Welt sollten wir über den Fußball jetzt wieder mit so etwas unnötigem wie Patriotismus anfangen, wo wir da doch echt schon drüber hinweg waren? </p>
<p>Statt sich zu beschweren, dass alle anderen Nationen außer der eigenen so stolz auf sich selbst sein und dies auch zeigen durften, wie sie wollten, sollte man doch froh sein, dass ein derartiges &#8216;Gefühl&#8217; bei uns so wunderbar wenig Bedeutung hat und wir scheinbar als eines von wenigen Ländern, so unnützes Zeug überwunden haben. Warum also nun wieder darein zurück fallen?</p>
<p>&#8220;Deutschland minus Nationalstolz gleich Schland.&#8221;</p>
<p>&#8220;Ich sehe also in der Wortdegeneration durchaus etwas Suff, aber keinerlei patriotischen Nationalstolz, eigentlich noch nicht mal Stolz.&#8221;</p>
<p>Doch, den sehe ich auf jeden Fall darin. Nur mal ein Beispiel, aus einem Kommentar, den dieser Text auf Freitag.de bekam:</p>
<p>&#8220;Wenn jetzt noch der Himmel aufklart , die deutschen Fahnen sich im seichten Wind hin und her wehen , 35 Grad auf dem Thermometer steht &#8211; dann ab nach draußen .</p>
<p>Ab zu den Leuten &#8211; ab auf den Bus .</p>
<p>Für Deutschland und für die Idee die Fahne in den Wind zu halten . </p>
<p>Schön wieder hier zu sein in meinem /unserem geilen Schland .</p>
<p>Der geilsten Republik, die wir je hatten.&#8221;</p>
<p>Das ist Nationalstolz auf Fanmeilen-Niveau. Daher würde ich auch deine Gleichung verändern: Nationalstolz plus Suff gleich Schland.</p>
<p>Noch ist das ganze aushaltbar, da das Wort und sein Gefühl wohl nach dem Turnier wieder mit den Fähnchen und dem Deutschland-Iro auf dem Speicher landen wird. Aber sicher ist auch, dass all das 2014 bei der WM wieder am Start sein wird. Und dann noch viel selbstverständlicher als heute. An seiner Unnötigkeit hat es aber auch bis dahin nichts eingebüßt.</p>
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		<title>Von: Phil</title>
		<link>http://schreibstoff.com/globus/die-feinen-unterschiede-7-stell-dir-vor-es-ist-em-und-alles-bleibt-normal/#comment-45</link>
		<dc:creator>Phil</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Jun 2012 10:51:50 +0000</pubDate>
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		<description>Traumhaft, die Linke Jugend fährt gerade mit ihrer Kampagne &quot;Patriotismus. Nein Danke&quot; richtig schön gegen die Wand:
http://www.fr-online.de/rhein-main/gruene-jugend-em-junge-gruene-streiten-ueber-patriotismus-,1472796,16424086.html</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Traumhaft, die Linke Jugend fährt gerade mit ihrer Kampagne &#8220;Patriotismus. Nein Danke&#8221; richtig schön gegen die Wand:<br />
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		<title>Von: Bernd</title>
		<link>http://schreibstoff.com/globus/die-feinen-unterschiede-7-stell-dir-vor-es-ist-em-und-alles-bleibt-normal/#comment-43</link>
		<dc:creator>Bernd</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Jun 2012 13:30:54 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://schreibstoff.com/?p=4384#comment-43</guid>
		<description>Meinem Gefühl nach stellt die Wortneuschöpfung &quot;Schland&quot; eine humoristische Variante zum patriotisch behafteten &quot;Deutschland&quot;. Sozusagen: Deutschland minus Nationalstolz gleich Schland.


Ich sehe also in der Wortdegeneration durchaus etwas Suff, aber keinerlei patriotischen Nationalstolz, eigentlich noch nicht mal Stolz.
 
Da hier Nationalismus jeder Art unter denkenden Menschen sowieso nicht besonders angesagt ist, macht mir das Thema also wenig Sorgen.

Dass die Franzosen sich keine Farben ins Gesicht malen, liegt nun einfach mal daran, dass ihr Team bisher einfach Mist spielt und so mancher Mitspieler bisher durch interne Streitigkeiten oder Puffbesuche kein besonders vorbildhaftes Bild abgeben konnte.
Das wäre für mich eigentlich gerade dann ein Zeichen dafür, dass die Farben im EM/WM-Fall nicht für das ganze Land stehen, sondern für das Team das es vertritt.


Also Fussball-WM als Deckmantel für unser Bedürfnis nach Nationalismus...?

Ich empfinde die Fussball-WM hier in Berlin teilweise wiedermal als Deckmantel für ach-so-alternative Individualisten um endlich mal wieder richtig schön alleine zuhause zu sitzen und sich in besserwisserischen Einzigartigkeit selbst zu preisen.
 
Ich bin eigentlich wenig fussballinteressiert, noch im geringsten nationalistisch, trotzdem schaue ich alle 2 Jahre fast jedes Spiel, einfach weil sich dann die seltene Möglichkeit ergibt, einmal nicht nur mit den ewig Mir-Gleichen für 90 Minuten Emotionalität zu teilen. 

Sollte die Tricolore am Samstag unwahrscheinlicherweise gegen die Spanier gewinnen, bin ich mir sicher, dann werden die Gesichter auch wieder bemalt sein und die Flaggen vermutlich auch wieder schwingen in Frankreich...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Meinem Gefühl nach stellt die Wortneuschöpfung &#8220;Schland&#8221; eine humoristische Variante zum patriotisch behafteten &#8220;Deutschland&#8221;. Sozusagen: Deutschland minus Nationalstolz gleich Schland.</p>
<p>Ich sehe also in der Wortdegeneration durchaus etwas Suff, aber keinerlei patriotischen Nationalstolz, eigentlich noch nicht mal Stolz.</p>
<p>Da hier Nationalismus jeder Art unter denkenden Menschen sowieso nicht besonders angesagt ist, macht mir das Thema also wenig Sorgen.</p>
<p>Dass die Franzosen sich keine Farben ins Gesicht malen, liegt nun einfach mal daran, dass ihr Team bisher einfach Mist spielt und so mancher Mitspieler bisher durch interne Streitigkeiten oder Puffbesuche kein besonders vorbildhaftes Bild abgeben konnte.<br />
Das wäre für mich eigentlich gerade dann ein Zeichen dafür, dass die Farben im EM/WM-Fall nicht für das ganze Land stehen, sondern für das Team das es vertritt.</p>
<p>Also Fussball-WM als Deckmantel für unser Bedürfnis nach Nationalismus&#8230;?</p>
<p>Ich empfinde die Fussball-WM hier in Berlin teilweise wiedermal als Deckmantel für ach-so-alternative Individualisten um endlich mal wieder richtig schön alleine zuhause zu sitzen und sich in besserwisserischen Einzigartigkeit selbst zu preisen.</p>
<p>Ich bin eigentlich wenig fussballinteressiert, noch im geringsten nationalistisch, trotzdem schaue ich alle 2 Jahre fast jedes Spiel, einfach weil sich dann die seltene Möglichkeit ergibt, einmal nicht nur mit den ewig Mir-Gleichen für 90 Minuten Emotionalität zu teilen. </p>
<p>Sollte die Tricolore am Samstag unwahrscheinlicherweise gegen die Spanier gewinnen, bin ich mir sicher, dann werden die Gesichter auch wieder bemalt sein und die Flaggen vermutlich auch wieder schwingen in Frankreich&#8230;</p>
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